Land stellt Kanisfluh unter Schutz

Verordnung über Unterschutzstellung in Begutachtung. „Ziel dieser Verordnung ist, dass auch zukünftige Generationen die Schönheit und Besonderheit der Kanisfluh erleben dürfen.”

Die Vorarlberger Landesregierung hat den Entwurf einer Verordnung zur Unterschutzstellung der Kanisfluh zur Begutachtung versandt. Der Verordnungsentwurf sieht ein Landschaftsschutzgebiet mit Kernzone vor, welche das Ziel hat, die landschaftsbildliche Schönheit und Eigenart des Kanisfluhbergstockes zu erhalten und als naturnahen Erholungsraum zu sichern. „Ziel dieser Verordnung ist sicherzustellen, dass auch zukünftige Generationen die Schönheit und Besonderheit der Kanisfluh selbst entdecken und erleben dürfen“, erklärt Umweltlandesrat Johannes Rauch.

Ziel der Verordnung ist der Erhalt der Kanisfluh

Die Kanisfluh, ein weitgehend isoliert stehendes Bergmassiv im zentralen Bregenzerwaldgebirge zwischen den Orten Mellau und Au, ist sowohl für die Natur durch seine Großraumbiotope und Ursprünglichkeit von großer Bedeutung, als auch für die Menschen als Erholungsort. „Die Kanisfluh gilt als markantester und bekanntester Berg des Bregenzerwaldes. Sagenumworben und identitätsstiftend prägt er Generationen. Der Erhalt der Kanisfluh auch für unsere Kinder und Kindeskinder ist Ziel dieser Verordnung“, so Umweltlandesrat Johannes Rauch.

Schutzgebiet mit Kernzone

Die Verordnung sieht ein Landschaftsschutzgebiet mit Kernzone vor. Durch den vorliegenden Verordnungsentwurf wird die land- und forstwirtschaftliche sowie jagdliche Nutzung in keiner Weise eingeschränkt. Die Kernzone würdigt den Umstand, dass in der Vergangenheit die Kanisfluh als „Edelweißberg“ weithin bekannt war. Das Edelweißpflücken auf der Kanisfluh führte zur ersten Naturschutzverordnung in Vorarlberg. Das Edelweiß wurde so eine der ersten Pflanzen, die in Vorarlberg gesetzlich geschützt wurden. Heute gilt es die Steinbock-Kolonnien und Schmetterlingsfauna zu schützen. Schließlich ist die Kanisfluh nicht zuletzt auch ein Hot Spot der Biodiversität in Vorarlberg.

Der Entwurf liegt bis 26. Juli in den Gemeinden Au, Mellau und Schnepfau zur Einsicht auf.

Quelle

Foto: Friedrich Böhringer – VLK

 

Kanisfluh soll unter Schutz gestellt werden

Das Land plant, die Kanisfluh im Bregenzerwald unter Schutz zu stellen. Ein entsprechender Verordnungsentwurf wurde versandt und liegt in den Gemeinden Au, Mellau und Schnepfau bis zum 26. Juli zur Einsicht auf.

Der Verordnungsentwurf sieht ein Landschaftsschutzgebiet mit Kernzone vor, informierte Landesrat Johannes Rauch (Grüne) in einer Aussendung am Dienstag. Die land- und forstwirtschaftliche Nutzung sowie die Jagd werde nicht eingeschränkt. Die Kernzone würdige den Umstand, dass die Kanisfluh einst als „Edelweißberg“ bekannt gewesen sei. Das Edelweißpflücken habe zur ersten Naturschutzordnung im Land geführt.

iel sei es, „die Schönheit und Besonderheit der Kanisfluh“ auch für zukünftige Generationen zu erhalten, so Rauch. Sie sei nicht nur durch ihre Großraumbiotope und Ursprünglichkeit von Bedeutung, sondern auch als Erholungsort für die Menschen „ein Juwel“.

„Hot spot“ der Biodiversität

Die Kanisfluh sei auch ein „Hot spot“ der Biodiversität im Land, so Rauch weiter. So halte sich eine von etwa 160 Steinbock-Kolonien in den Alpen im Gebiet auf, etwa 70 bis 80 Tiere auf der Kanisfluh. Zudem konnten 966 verschiede Schmetterlingsarten nachgewiesen werden. Bei drei davon handelte es sich um Erstnachweise in Österreich.

Die Kanisfluh war in den vergangenen Jahren immer wieder in die Schlagzeilen geraten, weil ein Unternehmen dort in 30 Jahren 800.000 Kubikmeter Gestein abbauen wollte. Nach heftigem Widerstand zog die Firma das Projekt schließlich zurück.

Quelle

Fotos: Hanno Thurnher

Verordnung über Unterschutzstellung der Kanisfluh in Begutachtung

Presseaussendungen – Vorarlberger Landeskorrespondenz. LR Rauch: Meilenstein für Wahrzeichen des Bregenzerwaldes

Bregenz (VLK) – Die Vorarlberger Landesregierung hat den Entwurf einer Verordnung zur Unterschutzstellung der Kanisfluh zur Begutachtung versandt. Der Entwurf liegt bis 26. Juli in den Gemeinden Au, Mellau und Schnepfau zur Einsicht auf. Der Verordnungsentwurf sieht ein Landschaftsschutzgebiet mit Kernzone vor, welche das Ziel hat, die landschaftsbildliche Schönheit und Eigenart des Kanisfluhbergstockes zu erhalten und als naturnahen Erholungsraum zu sichern. „Ziel dieser Verordnung ist sicherzustellen, dass auch zukünftige Generationen die Schönheit und Besonderheit der Kanisfluh selbst entdecken und erleben dürfen“, erklärt Umweltlandesrat Johannes Rauch.

„Die Kanisfluh ist sowohl für die Natur durch seine Großraumbiotope und Ursprünglichkeit von großer Bedeutung, als auch für die Menschen als Erholungsort ein Juwel.“ Die Kanisfluh ist ein weitgehend isoliert stehendes Bergmassiv im zentralen Bregenzerwaldgebirge zwischen den Orten Mellau und Au. „Die Kanisfluh gilt als markantester und bekanntester Berg des Bregenzerwaldes. Sagenumworben und identitätsstiftend prägt er Generationen. Der Erhalt der Kanisfluh auch für unsere Kinder und Kindeskinder ist Ziel dieser Verordnung“, freut sich Umweltlandesrat Johannes Rauch.

Die Verordnung sieht ein Landschaftsschutzgebiet mit Kernzone vor. Durch den vorliegenden Verordnungsentwurf wird die land- und forstwirtschaftliche sowie jagdliche Nutzung in keiner Weise eingeschränkt. Die Kernzone würdigt den Umstand, dass in der Vergangenheit die Kanisfluh als „Edelweißberg“ weithin bekannt war. Das Edelweißpflücken auf der Kanisfluh führte zur ersten Naturschutzverordnung in Vorarlberg. Das Edelweiß wurde so eine der ersten Pflanzen, die in Vorarlberg gesetzlich geschützt wurden.

„Hot spot“ der Biodiversität in Vorarlberg

Der Steinbock ist über den ganzen Alpenraum verbreitet. Eine von ca. 160 Kolonien in den Alpen bildet die Kolonie Kanisfluh bis Hoher Freschen, wobei die Kanisfluh mit 70 bis 80 Tieren das Hauptgebiet ist. Peter Huemer vom Ferdinandeum in Innsbruck hat die Schmetterlingsfauna auf der Kanisfluh detailliert erhoben und 966 Schmetterlingsarten nachgewiesen, davon drei Erstnachweise für Österreich. „Die Kanisfluh ist also ein „hot spot“ der Biodiversität nicht nur in Vorarlberg, sondern in den gesamten Nordalpen“, so Umweltlandesrat Rauch. „Mit dem vorliegenden Verordnungs-Entwurf tragen wir diesem Umstand Rechnung und sichern ein Gebiet von einzigartiger Schönheit für künftige Generationen.“

Quelle

Bericht

Foto: VLK

Kritik bei Behördenverfahren zu Kiesabbau in Au

Das Behördenverfahren zum geplanten Kiesabbau der Firma Rüf in Au ist am vergangenen Donnerstag durchgeführt worden. Kritik gibt es an möglichen Auswirkungen auf den Auwald. Die Betreiber sind optimistisch, die Gemeinde unterstützt das Vorhaben.

Beim Behördenverfahren habe es durchaus kritische Töne gegeben, so Anna Waibel von der Naturschutzanwaltschaft Vorarlberg. Die Sachverständigenseite habe vor allem ins Treffen geführt, dass der Kiesabbau Auswirkungen auf den Auwald entlang der Bregenzerach haben könnte. Dabei handle es sich um „einen der bedrohtesten und artenreichsten Lebensräume, die wir in Vorarlberg haben“, so Waibel. Betroffen sei der Auwald im Bereich der Zufahrt und auch im Bereich des geplanten Kiesabbaus.

Gemeindechef: Ersatzflächen stehen bereit

Laut Bürgermeister Andreas Simma könnten dem Projekt zwischen 1.000 und 2.000 Quadratmeter Auwald zum Opfer fallen, der größte Teil bleibe aber unberührt. Außerdem würden Ersatzflächen angeboten – und zwar gleich neben dem Baufeld. Simma lässt an seiner Unterstützung keinen Zweifel: „Die Gemeinde trägt das Projekt mit.“ Der Kiesabbau in Au habe sich bei der Variantenprüfung als beste Variante herausgestellt.

Erreichbar wäre die Abbaustelle über die Bregenzerach über eine mobile Brücke, die kurzfristig wieder abgebaut werden kann. Neben der neuen Kieshalde soll auch ein Kies-Lagerplatz errichtet werden. Das Problem beim Lagerplatz sei, dass damit ein komplett neuer Landschaftsbereich erschlossen werde, sagt Waibel. Sie will jetzt die noch ausstehenden Gutachten abwarten, dann werde die Naturschutzanwaltschaft ihre abschließende Stellungnahme formulieren.

100.000 Kubikmeter Kies erwartet

Bei der Firma Rüf ist man optimistisch, bald mit dem Kiesabbau beginnen zu können, sagt Pressesprecher Martin Dechant. Beim Unternehmen erwartet man sich rund 100.000 Kubikmeter Kies. Mit dieser Menge könne der Bedarf für maximal sechs Jahre gedeckt werden, so Dechant. Danach brauche es eine langfristige Lösung. Derzeit muss das Unternehmen den Bedarf über große Kiesimporte abdecken.

Quelle

Bericht ORF.AT

Kein Kieswerk der Gebrüder Rüf an der Kanisfluh

Die Gebrüder Rüf planen nicht mehr, an der Kanisfluh ein Kieswerk zu betreiben. Der dementsprechende Antrag bei der Bezirkshauptmannschaft zurückgezogen. Dies bestätigt Rüf-Sprecher Martin Dechant auf VOL.AT-Anfrage. Der Antrag für ein Kies-Abbaugebiet am Fuße der Kanisfluh habe man zurückgezogen und werde nicht weiter verfolgt.

Alternative auf sechs Jahre

Als Alternative habe man sich nach intensiven Prüfungen für den Standort “Unter Argenstein” entschieden. Hier wäre nach Rücksprache mit den Behörden der Abbau von gut 100.000 Kubikmeter Kies möglich. Für den Abbau und die nachfolgende Rekultivierung schlage man auf fünf bis sechs Jahre an, erklärt Rüf.

11 Standorte untersucht

Insgesamt 11 Standorte zwischen Schröcken und Bregenz habe man im Zuge der Alternativenprüfung für einen möglichen Kiesabbau beleuchtet. Der Standort “Unter Argenstein” liege direkt neben der Firmenzentrale, Vorbesprechungen mit der Gemeinde Au und der Bezirkshauptmannschaft Bregenz hätten bereits stattgefunden.

Standort in Au

Die Pläne eines Kieswerkes am Fuße der Kanisfluh sorgten bei ihrem Bekanntwerden für Aufregung, vor allem im hinteren Bregenzerwald. Kritiker sorgten sich um die Auswirkungen auf das Ortsbild und den Tourismus, Befürworter betonten die Notwendigkeit regionaler Baustoffe und die durch das Kieswerk verkürzten Lieferwege für Kies in Vorarlberg.

Quelle

Bericht VolAT

Beitragsbild VOL.AT/Stiplovsek 26.11.2018 16:59 Uhr

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Das Wahrzeichen des Bregenzerwaldes

Sie liegt zwischen Mellau, Schnepfau und Au, ist 2.044 Meter hoch – und sie ist wohl der markanteste Berg des hinteren Bregenzerwaldes: die Kanisfluh. Auf dem Gipfel eröffnet sich ein traumhafter Ausblick. Wer einmal oben war, den zieht es immer wieder hinauf.

Entstanden ist das Bergmassiv – ein Kalkstock – vermutlich vor etwa 200 Millionen Jahren. Wer sich aber ein bisschen intensiver mit der Kanisfluh beschäftigt, merkt sehr schnell, dass sie weit mehr ist als nur ein Berg. Für die Menschen, die hier leben, ist sie ein Symbol. Seit Jahrhunderten erzählen sie sich Sagen über sie, sie besingen sie in Liedern und beschreiben sie in Gedichten. Manche verzichten wegen der Kanisfluh sogar ein paar Wochen im Jahr auf die Sonne. Und nie werden die Menschen müde darüber zu diskutieren, von welcher Seite aus sie am schönsten ist. Auf der Südseite ist der Berg sanft, dort gibt es grüne Hänge und zahlreiche Alpen. Auf der Nordseite präsentiert sich eine imposante, steile Felswand.

Idyllisches Vorsäß unterhalb der Steilflanke

Genutzt wird die Kanisfluh seit Jahrhunderten auf allen Seiten, vor allem als Alpgebiet. Sogar am Fuße der steilen Nordflanke fand man einst ein paar Grasflächen. Dort liegt das idyllische Vorsäß Wirmboden. Im Frühjahr und im Herbst lassen die Bauern hier ihr Vieh weiden, bevor es dann weiter in die Höhe oder wieder talwärts zieht. 14 Hütten stehen in Wirmboden – und eine Kapelle. Nachdem eine Lawine die alte Kapelle zerstört hatte, wurde vor zwei Jahren eine neue gebaut: bewusst minimalistisch mit Materialien aus der Umgebung.

Der Erbauer der Kanisfluh und sein Grab

Ein sehr beliebtes Fotomotiv ist die Wirmsäule. Sie ist auf der Bergseite rund 70 Meter hoch, talseitig sind es rund 120 Meter. Der Sage zufolge ist die Wirmsul das Grab des Riesen Wirm. Dieser Riese soll einst mit enormer Sorgfalt die Kanisfluh mit dem Ziel erbaut haben, den schönsten Berg von allen zu schaffen. Als Wirm den Berg schon fast fertig hatte, kamen ihm allerdings Zweifel, ob er sein Werk auch vollenden könne. Er hörte auf, an seine Kraft zu glauben, versank in Schwermut und Traurigkeit und stürzte sich in seiner Verzweiflung von seinem eigenen Berg in den Tod.

sie ist wohl der markanteste Berg des hinteren Bregenzerwaldes

Ein magischer Moment am Gipfel

Wie auch immer dieses Gebirge entstanden ist, es hat einen ganz besonderen Reiz. Die Kanisfluh ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel – unter anderem deshalb, weil dieses Berg-Erlebnis auch für Hobby-Wanderer gut zu erreichen ist. Mit dem Auto oder mit der Seilbahn geht es bis auf etwa 1.500 Meter. Die restlichen knapp 600 Höhenmeter bis hinauf zum höchsten Punkt der Kanisfluh, zur Holenke, lassen sich dann in etwa eineinhalb Stunden bewältigen. Der Lohn ist ein atemberaubender Ausblick vom Bodensee bis in die Bergwelt des Bregenzerwaldes. Kein Wunder also, dass die Kanisfluh die Menschen magisch anzieht. Das Gipfelbuch muss drei bis vier Mal im Jahr gewechselt werden.

Außergewöhnliche Pflanzen und zufriedene Steinböcke

Auf dem Weg hinauf zum Gipfel zeigt sich die prächtige Pflanzenwelt. An den Hängen der Kanisfluh wachsen viele besondere Kräuter und Blumen. Wer sich gut auskennt, kann sogar Edelweiß finden. Ein Paradies ist das Gebiet für Schmetterlinge, über 900 Arten dürften hier heimisch sein. Und ganz besonders sind die Steinböcke, die mittlerweile wieder hier unterwegs sind. Sie galten in der Gegend schon als ausgerottet, bis in den 1980er Jahren wieder ein Bock gesichtet wurde. Seither ist die Steinwild-Population auf etwa 120 Tiere angestiegen. Die Steinböcke scheinen auch gar nicht sonderlich scheu zu sein, sehr gerne liegen sie etwa knapp unterhalb des Gipfels.

Im Licht der Sonne

Von früh bis spät sind dort Wanderer unterwegs. Die ersten kommen schon bei Dunkelheit und genießen am Berg den Sonnenaufgang, die letzten gehen erst, wenn die Sonne schon wie ein roter Feuerball im glitzernden Bodensee versunken ist. Wer das erlebt hat, wird es wohl nie mehr vergessen.

Quelle

Vorarlberg Heute