Mahnfeuer brennen auf der Kanisfluh

Rund 400 Interessierte machten sich zu Beobachtungszwecken auf nach Schnepfegg.

Mit einer Lichterkette haben der Naturschutzbund, der Alpenverein und der Alpenschutzverein gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Üsa Kanis“ am Samstagabend ein leuchtendes Zeichen gegen den geplanten Steinbruch am Fuße der Kanisfluh gesetzt. Laut den Organisatoren beobachteten rund 400 Interessierte auf der gegenüberliegenden Schnepfegg das Mahnfeuer.

Edelweiß und Kunst

Bereits die Anfänge des Naturschutzes in Vorarlberg hätten das Edelweiß auf der Kanisfluh betroffen, verweist Hildegard Breiner, Obfrau des Naturschutzbundes, unter anderem auf den späteren Vizekanzler Jodok Fink, der ein Landesgesetz zum Schutze der Alpenpflanzen initiierte. „Auf Konstantin Graf Thun-Hohenstein, den langjährigen Leiter der BH Bregenz, geht 1904 die erste amtliche Kundmachung der Feld- und Waldschutz-Gesetze mit großen Plakaten zurück“, führt Breiner aus.

Weiter geht der Protestreigen mit der Kunstausstellung „Üsa Kanis“, die am Donnerstagabend, 27. Juli, in Alps Hoamat in Mellau eröffnet wird. Die Eröffnungsrede hält Primar Reinhard Haller zum Thema „Der Einfluss der Landschaft auf den Menschen – und des Menschen auf die Landschaft“.

Quelle

VN Bericht

Lichterkette auf dem Grat der Kanisfluh

Alpenschutzverein, Alpenverein und Naturschutzbund haben sich in Kooperation mit der Bürgerinitiative “Üsa Kanis“ zusammengeschlossen und haben am 22.07. bei Sonnenuntergang die Lichterkette auf dem Grat der Kanisfluh entzündet. Bei besten Wetter- und Sichtverhältnissen haben sich ca. 400 Interessierte die Mühe gemacht, um auf der gegenüberliegenden Schnepfegg sich dieses einmalige Ereignis anzuschauen. Die Besucher wurden mit herrlichen Alphornklängen von Pius Feurstein herzlich empfangen. Durch einleitende Worte über diese Aktion und die Bürgerinitiative “Üsa Kanis“ wurden alle Anwesenden von Franz Ströhle und Markus Zwischenbrugger informiert.

Die Lichterkette war über weite Teile des Bregenzerwaldes zu sehen und wurde hier wieder ein ausdrückliches Zeichen für den Erhalt des Wahrzeichen und Denkmales, der Kanisfluh, gesetzt. Mit diesem Mahnfeuer wird gegen das geplante Kiesabbauprojekt am Fuße der Kanisfluh vorgegangen, da die Kanisfluh als “heiliger Berg“ im Bregenzerwald und von ganz Vorarlberg gilt. Es gibt keinen Berg in der Region, über den mehr Sagen, Mythen, Geschichten und Lieder geschrieben wurden, als über “Üsa Kanis“.

Unter den Anwesenden waren u.a. auch Architekt und Russ-Preis-Träger Hermann Kaufmann, Landtagsabgeordnete und Vize-Bürgermeisterin von Bregenz Sandra Schoch, Obmann des Albenschutzvereines Franz Ströhle und die Vertreter der Bürgerinitiative “Üsa Kanis“ Markus Zwischenbrugger und Lothar Kündig. Rainer Schlattinger als Obmann des Alpenvereines Vorarlberg war auf dem Grat der Kanisfluh und hat die ganze Aktion vor Ort geleitet.



Fackel-Lichterkette auf der Kanisfluh

Die Kanisfluh ist nicht irgendeine Landmarke, sondern gilt als „Heiliger Berg“ im Bregenzerwald und des ganzen Landes Vorarlberg. Ihr galten bereits um die vorletzte Jahrhundertwende die ersten Bemühungen des Naturschutzes in Vorarlberg. Damals gab es die erste Verordnung zum Schutze des Edelweiß. Später wurde sie auf Antrag des Reichstags- und Landtagsabgeordneten und späteren Vizekanzlers Jodok Fink auf die seltenen Alpenpflanzen in ganz Vorarlberg erweitert. Die Bezirkshauptmannschaft Bregenz nahm damit in jener Zeit eine Vorreiterrolle für ganz Österreich ein. Nun haben sich Alpenschutzverein, Alpenverein und Naturschutzbund mit der Bürgerinitiative „Üsa Kanis“ zusammengetan. Gemeinsam laden sie am Samstagabend, 22. Juli, zu einer Fackel-Lichterkette auf der Kanisfluh. Sie laden zum Beobachten der Mahnfeuer gegen den geplanten Steinbruch ab etwa 20.30 Uhr auf die Terrasse des Berghauses Kanisfluh auf der Schnepfegg ein. Ein Alphornbläser wird dort die Teilnehmenden empfangen. Eine weitere Veranstaltung folgt am Donnerstag, 27. Juli, um 19 Uhr mit der Eröffnung der Kunstausstellung „Üsa Kanis“ in „Alps Hoamat“ in Mellau, Klaus 5. Die Vernissagerede hält Primar Dr. Reinhard Haller zum Thema „Der Einfluss der Landschaft auf den Menschen – und des Menschen auf die Landschaft“. (Alpenschutzverein, Alpenverein, Naturschutzbund)

Quelle

VN Bericht

 

Malvorlage für unsere Jüngsten

Da unsere jüngsten Naturfreunde die Petition und Unterschriftslisten nicht unterzeichnen dürfen, benötigen wir dennoch Unterstützung. Jede Stimme zählt! Mal ein Bild, oder schreib eine Geschichte, ein Gedicht, oder etwas, was Du auf der Kanisfluh erlebt hast. Gib die Zeichnung auf der Kilbe bei der Bonkassa, oder bis 01.08.2017 im Tourismusbüro Mellau ab. Du kannst uns die Zeichnung auch an zeichnung@unsereKanisfluh.at schicken. Sei kreativ, wir freuen uns wenn Du uns hilfst. Wir geben Dein Bild, Deinen Text, mit den Unterschriften gemeinsam ab.