Kanisfluh gehört unter Naturschutz

Brief an Umweltlandesrat Schwärzler: Als Teilnehmerin des VN-Stammtisches in Schnepfau anlässlich des geplanten Kieswerks im Vorsäß Enge-Kanisfluh möchte ich mich schriftlich auf die Seite der „Verhinderer“ stellen. Als Frau des Malers Hubert Dietrich aus Mellau hatte ich seit 1959 Gelegenheit, das Wachstum des Steinbruchs im Mellautal und die durch ihn verursachten Schäden zu beobachten, ebenso den durch Sprengung verunstalteten Abhang zwischen dem Schwarzenberger Bahnhof und der Müllhalde Sporenegg. Solche Zerstörungen der Landschaft können in 100 Jahren nicht heilen. Wie Hermann Kaufmann sagte, ist nun aber die Kanisfluh ein ganz besonderer Berg. Jedem Bewohner der umliegenden Dörfer ist er wie ein Teil der eigenen Person, sie ist sein Stolz, sie ist ein Teil seines Selbstbewusstseins. Niemand verletzt sich gern selbst. Ich bitte Sie, als Umweltlandesrat dafür zu sorgen, dass das Ansuchen um Naturschutz für das ganze Bergmassiv positiv erledigt wird. Seien Sie politischer Vertreter nicht nur derer, die Arbeitsplätze zu vergeben haben, sondern auch der Bürger, die ein Bewusstsein haben für die lebendige Natur und eine unzerstörte Landschaft. Das Vorsäß Enge ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänger, Läufer, Radfahrer und Skifahrer. Durch Industriebauten, Sprengung und Zerkleinerung von Gestein und ununterbrochen eingesetzte Lastwagen wäre ein jetzt idyllischer Ort vernichtet.

Annette Dietrich,
Maurer Langegasse, Wien

Quelle

VN Leserbrief

Mundartlesung Birgit Rietzler

Birgit Rietzler hat sich bei ihrem gestrigen Auftritt speziell befasst mit der Thematik: “Natur und unser eigenes SEIN und Verhalten in unserem Umfeld”. Die Textauswahl war sarkastisch, humorig, nachdenklich, poetisch. Katharina Felder begleitete Birgit auf gekonnte Art mit musikalischen Beiträgen auf ihrem Fagott. Die Besucher waren begeistert; die Vorlesung unterhaltsam, exzellent und kurzweilig gestaltet. Natürlich liebe ich die Natur, ABER

In diesem Audiofile ist zur Zeit leider nur das Abschlussstück von Katharina Felder eingebettet. Restliche werden nach Überarbeitung hinzugefügt.

Kunstausstellung „Üsa Kanis“

Um die ganz besondere, unantastbare Schönheit und einzigartige Bedeutung der Kanisfluh bewusst zu machen, gab es in den letzten Wochen eine Kunstausstellung in Mellau. Inmitten der Gemälde, Radierungen, Fotografien und Skulpturen von Hubert Dietrich, Franz Gassner, Herbert Albrecht, Ulrike Maria Kleber, Erich Smodics, Albrecht Zauner, Hanno Metzler und anderen fand kürzlich die Finissage statt. Alpenschutzverein, Alpenverein und Naturschutzbund veranstalteten zusammen mit der Bürgerinitiative „Üsa Kanis“ eine Lesung mit Musik.

Die aus Au stammende Mundartdichterin Birgit Rietzler stellte ihre Gedichtauswahl unter den Titel „Natürlich bin ich für die Natur, aber …“. Ihre heitere, nachdenkliche, spöttische, poetische Art begeisterte ebenso wie die Beiträge von Katharina Felder (mit Wälder Wurzeln) am Fagott. Der warme Ton ergänzte perfekt die melodiöse Mundart des hinteren Bregenzerwaldes.

Die zahlreiche Zuhörerschaft war fasziniert von den Darbietungen im stimmigen Ambiente mit den Kunstwerken im ausgebauten Stall des alten Bregenzerwälderhauses in der Mellauer Klaus. In bester Stimmung saß man abschließend noch zu einem richtigen Bregenzerwälder „Reas“ beieinander.

Fotos von Felder Manfred berge.at

VN Bericht

Grüne gegen Abbau von Kies in Mellau

Die Grünen sprechen sich im Zuge der Diskussion um den Kiesabbau am Fuße der Kanisfluh dafür aus, die Kanisfluh großflächig unter Naturschutz zu stellen. „Ein Eingriff wie der Kiesabbau wäre eine dauerhafte Wunde im Landschaftsbild und ist daher unzulässig. Die Kanisfluh ist außerdem das Kapital für den Tourismus im Bregenzerwald“, teilte die Grüne Wirtschaftssprecherin Sandra Schoch mit. Die Grünen betonen, dass es keinen hinreichenden Grund für den Kiesabbau an diesem markanten Berg gibt. „Es besteht der dringende Verdacht, dass der Bedarf an Baurohstoffen in dieser Region mehr als gedeckt ist und dass ein nennenswerter Anteil der in Vorarlberg abgebauten Rohstoffe ins Ausland exportiert wird. Das Argument der mangelnden Versorgung mit Baurohstoffen hält daher nicht stand“, meint Schoch.

Quelle

NEUE Bericht

Parlamentarische Anfrage zu brisanten Schreiben

Grüne Abgeordnete wollen Informationen über tatsächlichen Kiesbedarf im Bregenzerwald.

Ohne Kiesabbau an der Kanisfluh wäre die Versorgung in der Region nicht mehr zu gewährleisten, argumentiert die Betreiberfirma Rüf ihr umstrittenes Ansinnen, am Fuße des Berges Kies zu gewinnen. Die Vorräte seien zur Gänze erschöpft, heißt es weiter. Am VN-Stammtisch bezweifelte der Schnepfauer Bürgermeister Robert Meusburger indes diese Darstellung. Für ihn sei keinesfalls erwiesen, dass es neuen Abbau brauche.

Ausgerechnet ein Schreiben der Baufirma Rüf aus dem Jahr 2010, das den VN exklusiv vorliegt, spielt jetzt den Gegnern in die Hände. Die Sachverhaltsdarstellung wurde am 5. Februar im Zusammenhang eines damals geplanten Kiesabbaus eines anderen Antragstellers in der Parzelle Gruben der Gemeindevertretung von Au übermittelt. Wörtlich heißt es im Schreiben: „Durch das Hochwasser von 2005 und der dazu erforderlichen Verbauungen der Bregenzerache im Raume Hinterbregenzerwald ist ein Überschuss an Kiesmaterial vorhanden, daher ist ein zusätzlicher Kiesabbau aus derzeiger Lage nicht erforderlich.“ In dem Schreiben wird auch auf negative Folgen im Falle einer Genehmigung hingewiesen.

Dass sich innerhalb von sieben Jahren die Bedarfssituation ändern kann, erscheint möglich. Grünen-Abgeordnete, die von der Existenz eines weiteren Schreibens der Firma Rüf im selben Jahr an die Vorarlberger Landesregierung erfahren haben, wollen es jetzt dennoch genauer wissen und haben eine parlamentarische Anfrage an den zuständigen Landesrat Johannes Rauch eingebracht. Konkret wollen Christoph Metzler, Adi Gross und Sandra Schöch etwa wissen, welche Gewinnungsstätten im Bregenzerwald betrieben werden, wie lange und mit welchem Abbauvolumen diese genehmigt sind. Auch über mögliche Exporte des Rohstoffs ins Ausland wollen die drei Abgeordneten nähere Informationen. Und sie wollen wissen, ob in dem Schreiben der Baufirma Rüf darauf hingewiesen wurde, dass aufgrund des Überschusses an Material in der Region große Mengen von der Talschaft in Richtung Rheintal abgeführt werden müssten.

Quelle

VN Bericht

Kiesabbau: Grüne wollen Kanisfluh unter Naturschutz stellen

Die Grünen sprechen sich im Zuge der Diskussion um den Kiesabbau am Fuße der Kanisfluh dafür aus, die Kansifluh großflächig unter Naturschutz zu stellen.

„Ein Eingriff wie der Kiesabbau wäre eine dauerhafte Wunde im Landschaftsbild und ist daher unzulässig. Die Kanisfluh ist außerdem das Kapital für den Tourismus im Bregenzerwald“, so die Grüne Wirtschaftssprecherin Sandra Schoch bezugnehmend auf eine aktuelle Anfrage an den zuständigen Landesrat Johannes Rauch.

“Bedarf mehr als gedeckt”

Die Grünen sehen keinen hinreichenden Grund für den Kiessabbau an diesem Berg. „Es besteht der dringende Verdacht, dass der Bedarf an Baurohstoffen in dieser Region mehr als gedeckt ist und, dass ein nennenswerter Anteil der in Vorarlberg abgebauten Rohstoffe ins Ausland exportiert wird“, sagt Schoch.

Das Mineralrohstoffgesetz nehme auf Landschaftsschutz leider keinerlei Rücksicht. Einzig das Gesetz für Naturschutz und Landschaftsentwicklung biete Möglichkeiten, eine überschießende wirtschaftliche Verwertung von Natur und Landschaft einzugrenzen, sagt Schoch.

Quelle1

ORF Bericht

BregWaldNewsAT