Hildegard Breiner, Schutz für die Kanisfluh

Mit großer Freude begrüßt der Naturschutzbund Vorarlberg die Unterschutzstellung der Kanisfluh. Mit dieser Verordnung hat sie einen „Schutzmantel“ (VN-Titelseite, 5.6.20) bekommen. Damit wird hier dem Eigenwert der Natur endlich der richtige Stellenwert eingeräumt gegenüber einer Degradierung dieses bewunderten und geliebten Symbolberges als Steinbruch.

Seit dem Sommer 2017 hat sich der Naturschutzbund, zusammen mit der Bürgerinitiative „Üsa Kanis“, dem Alpen- und Alpenschutzverein, für diesen geologisch ganz besonderen Berg mit seiner Flora und Fauna eingesetzt. Übrigens wurde bereits 1892 zum Schutze des damaligen Edelweißreichtums der „Kanis“ das erste Naturschutzgesetz erlassen. Aber schon der Bericht zur Landtagssitzung vom Dezember 1886 vermerkt die Bemühungen um eine Verordnung. Wie sich die Vorlaufzeiten gleichen.

Hildegard Breiner, Obfrau des Naturschutzbundes Vorarlberg, Bregenz

Quelle

VN Leserbrief

Vorarlberg stellt Kanisfluh unter Schutz

Die Vorarlberger Landesregierung hat diese Woche die Unterschutzstellung der Kanisfluh beschlossen. Durch Verordnung wird in den Gemeinden Au, Mellau und Schnepfau ein Landschaftsschutzgebiet „Kanisfluh“ errichtet.

Die Landesregierung wolle damit sicherstellen, dass auch zukünftige Generationen die Schönheit und Besonderheit der Kanisfluh entdecken und erleben dürfen, sagt Umweltlandesrat Johannes Rauch (Grüne).

Die Kanisfluh ist ein weitgehend isoliert stehendes Bergmassiv im zentralen Bregenzerwaldgebirge zwischen den Orten Mellau und Au. Der Berg weise mit den bemerkenswertesten Großraumbiotopen Vorarlbergs eine einzigartige Naturausstattung. „Die Kanisfluh gilt als markantester und in seiner Gestalt als eigenständigster Berg des Bregenzerwaldes. Sagenumworben und identitätsstiftend prägt er Generationen. Der Erhalt der Kanisfluh auch für unsere Kinder und Kindeskinder ist Ziel dieser Verordnung“, so Rauch in einer Aussendung.

Verankerung als Landschaftsschutzgebiet

Mit der rechtlichen Verankerung als Landschaftsschutzgebiet wird die besondere Bedeutung der Kanisfluh mit ihrem Natur- und Landschaftsraum gewürdigt. Durch die Verordnung werde die ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche sowie die ordnungsgemäße jagdrechtliche Nutzung nicht eingeschränkt, so Rauch.

„Hot spot“ der Biodiversität in Vorarlberg

Der Steinbock ist über den ganzen Alpenraum verbreitet. Eine von ca. 160 Kolonien in den Alpen bildet die Kolonie Kanisfluh bis Hoher Freschen, wobei die Kanisfluh mit 70 bis 80 Tieren das Hauptgebiet ist. Peter Huemer vom Ferdinandeum in Innsbruck hat die Schmetterlingsfauna auf der Kanisfluh detailliert erhoben und 966 Schmetterlingsarten nachgewiesen, davon drei Erstnachweise für Österreich. „Die Kanisfluh ist also ein „hot spot“ der Biodiversität nicht nur in Vorarlberg, sondern in den gesamten Nordalpen“, so Rauch. „Mit der jetzigen Verordnung tragen wir diesem Umstand Rechnung und sichern ein Gebiet von einzigartiger Schönheit für künftige Generationen.“

Der Verordnung waren massive Proteste gegen den geplanten und mittlerweile abgewendeten Abbau von Kies am Fuße der Kanisfluh vorausgegangen – mehr dazu in Kein Kiesabbau an der Kanisfluh (vorarlberg.ORF.at).

Quelle

Schutz für die Kanisfluh

Lange hat es gedauert, doch nun ist der Beschluss durch. Die Kanisfluh, markantes Wahrzeichen des Bregenzerwaldes, wird auch rechtlich zum Landschaftsschutzgebiet. Das gab Umweltlandesrat Johannes Rauch bekannt. Seit den 1990er-Jahren drängten die Gemeinden Au, Schnepfau und Mellau auf diese Maßnahme. Einer, der die Hoffnung auf Umsetzung nie aufgegeben hat, ist der Schnepfauer Bürgermeister Robert Meusburger. Jetzt ist er zufrieden: „Gut Ding braucht halt manchmal Weile“, kommentierte er die frohe Botschaft zufrieden.  

Vereint aufgetreten

Per Verordnung wird in den drei genannten Gemeinden ein Landschaftsschutzgebiet „Kanisfluh“ errichtet. „Damit soll sichergestellt sein, dass auch zukünftige Generationen die Schönheit und Besonderheit der Kanisfluh entdecken und erleben können“, argumentiert Rauch. Der Entscheidung vorausgegangen war eine gemeinsame Stellungnahme der drei Kommunen, in der eine für alle befriedigende Kompromisslösung vorgeschlagen wurde. Sie dürfte die Sache letztlich beschleunigt haben. „Es ging unter anderem darum, die land- und forstwirtschaftliche sowie jagdrechtliche Nutzung sicherzustellen“, erklärte Tobias Bischofberger, Bürgermeister von Mellau. Das soll laut Verordnung gewährleistet bleiben.

Diskussion und Emotion

Das Ringen um das Bergmassiv sorgte in den vergangenen Jahren für viele Diskussionen, noch mehr Emotionen und heftige Gegenwehr. Erst recht, als bekannt wurde, dass die Firma Rüf am Fuß der Kanisfluh Kies abbauen möchte. Ein VN-Stammtisch im August 2017 brachte fast 500 Interessierte auf die Beine. Kurze Zeit später marschierten Vertreter der Bürgerinitiative „Üsa Kanis“ bei Landeshauptmann Markus Wallner auf und übergaben ihm 4087 Unterschriften, die für den Erhalt der Kanisfluh gesammelt worden waren. Ein Mahnfeuer auf dem Berg sollte die Dringlichkeit des Anliegens unterstreichen.

Eine von Johannes Rauch beim VN-Stammtisch angekündigte Prüfung ergab schließlich, dass bei der Kanisfluh alle im Vorarlberger Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung angeführten Kriterien für eine Unterschutzstellung vorliegen würden. Es folgten Gespräche mit den Gemeinden und ein Verordnungsentwurf. Dann kehrte Ruhe ein. Der Grund war eine Novelle. Zumindest die von Rauch im Jänner gegenüber den VN getätigte Versicherung, die Unterschutzstellung der Kanisfluh werde noch im ersten Halbjahr von der Landesregierung beschlossen, hielt. Der Schnepfauer Gemeindechef sieht die Maßnahme als wichtiges Signal, dass Einsatz und Engagement gewürdigt worden sind. VN-MM

 
Die Kanisfluh zählt zu den schönsten Aussichtsbergen im Land.
Imposant: das Mahnfeuer, mit dem gegen den Kiesabbau protestiert wurde.
Beim VN-Stammtisch im August 2017 am Fuß der Kanisfluh legten sich die Bewahrer des steinernen Riesen mächtig ins Zeug.
Die Kanisfluh, ein weitgehend isoliert stehendes Bergmassiv, ist ein Juwel und bietet ein besonderes Naturerlebnis.  D. Stiplvsek, VN/Steurer, L. Berchtold, Volare

 

„Auch künftige Generationen sollen die Schönheit der Kanisfluh erleben können.“

https://epaper.vn.at/lokal/vorarlberg/2020/06/04/schutz-fuer-die-kanisfluh.vn/amp

Vergelt’s Gott

Ich hab mir lange überlegt, was für Worte ich als Dankeschön auf unserer Internetseite schreiben kann, soll, darf, muss?! Zitate gibt es viele, aber ich hab mich entschieden, es kurz und knackig, dafür ehrlich, zu sagen,

Vergelt’s Gott, allen Beteiligten

factum

Kanisfluh ab jetzt durch Verordnung geschützt

Landesregierung beschließt Verordnung zum Landschaftsschutzgebiet „Kanisfluh“

Bregenz (VLK) – Die Vorarlberger Landesregierung hat diese Woche die Unterschutzstellung der Kanisfluh beschlossen. Durch Verordnung wird in den Gemeinden Au, Mellau und Schnepfau ein Landschaftsschutzgebiet „Kanisfluh“ errichtet. „Die Vorarlberger Landesregierung will damit sicherstellen, dass auch zukünftige Generationen die Schönheit und Besonderheit der Kanisfluh entdecken und erleben dürfen“, erklärt Umweltlandesrat Johannes Rauch. “Es freut mich, dass nun dieses imposante Bergmassiv unter Schutz steht. Das Wahrzeichen des Bregenzerwaldes wird so für die Zukunft bewahrt“.

Die Kanisfluh weist mit den bemerkenswertesten Großraumbiotopen Vorarlbergs eine einzigartige Naturausstattung auf und ist für Einheimische und Gäste ein Juwel und ein besonderes Naturerlebnis. Sie ist ein weitgehend isoliert stehendes Bergmassiv im zentralen Bregenzerwaldgebirge zwischen den Orten Mellau und Au. „Die Kanisfluh gilt als markantester und in seiner Gestalt als eigenständigster Berg des Bregenzerwaldes. Sagenumworben und identitätsstiftend prägt er Generationen. Der Erhalt der Kanisfluh auch für unsere Kinder und Kindeskinder ist Ziel dieser Verordnung“, freut sich Umweltlandesrat Rauch.

Mit der rechtlichen Verankerung als Landschaftsschutzgebiet wird die besondere Bedeutung der Kanisfluh mit ihrem Natur- und Landschaftsraum gewürdigt. Durch die Verordnung wird die ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche sowie die ordnungsgemäße jagdrechtliche Nutzung nicht eingeschränkt.

„Hot spot“ der Biodiversität in Vorarlberg

Der Steinbock ist über den ganzen Alpenraum verbreitet. Eine von ca. 160 Kolonien in den Alpen bildet die Kolonie Kanisfluh bis Hoher Freschen, wobei die Kanisfluh mit 70 bis 80 Tieren das Hauptgebiet ist. Peter Huemer vom Ferdinandeum in Innsbruck hat die Schmetterlingsfauna auf der Kanisfluh detailliert erhoben und 966 Schmetterlingsarten nachgewiesen, davon drei Erstnachweise für Österreich. „Die Kanisfluh ist also ein „hot spot“ der Biodiversität nicht nur in Vorarlberg, sondern in den gesamten Nordalpen“, so Rauch. „Mit der jetzigen Verordnung tragen wir diesem Umstand Rechnung und sichern ein Gebiet von einzigartiger Schönheit für künftige Generationen.“

Quelle

Das Wahrzeichen des Bregenzerwaldes bleibt unberührt.

Lange hat es gedauert, doch nun ist der Beschluss durch. Die Kanisfluh, markantes Wahrzeichen des Bregenzerwaldes, wird rechtlich zum Landschaftsschutzgebiet. Das gab Umweltlandesrat Johannes Rauch bekannt. Seit den 1990er-Jahren drängten die Gemeinden Au, Schnepfau und Mellau auf diese Maßnahme. Einer, der die Hoffnung auf Umsetzung nie aufgegeben hat, ist der Schnepfauer Bürgermeister Robert Meusburger. Jetzt ist er zufrieden: „Gut Ding braucht halt manchmal Weile“, kommentierte er die frohe Botschaft zufrieden.  

Vereint aufgetreten

Per Verordnung wird in den drei genannten Gemeinden ein Landschaftsschutzgebiet Kanisfluh errichtet. „Damit soll sichergestellt sein, dass auch zukünftige Generationen die Schönheit und Besonderheit der Kanisfluh endeckten und erleben können“, argumentiert Rauch. Der Entscheidung war eine gemeinsame Stellungnahme der drei Kommunen vorausgegangen, in der eine für alle befriedigende Kompromisslösung vorgeschlagen wurde. Sie dürfte die Sache letztlich beschleunigt haben. „Es ging unter anderem darum, die land- und forstwirtschaftliche sowie jagdrechtliche Nutzung sicherzustellen“, erklärte Tobias Bischofberger, Bürgermeister von Mellau. Das soll laut Verordnung gewährleistet bleiben.

Diskussion und Emotion

Das Ringen um das Bergmassiv sorgte in den vergangenen Jahren für viele Diskussionen, noch mehr Emotionen und heftige Gegenwehr. Erst recht, als bekannt wurde, dass die Firma Rüf am Fuß der Kanisfluh Kies abbauen möchte. Ein VN-Stammtisch im August 2017 brachte fast 500 Interessierte auf die Beine. Kurze Zeit später marschierten Vertreter der Bürgerinitiative „Üsa Kanis“ bei Landeshauptmann Markus Wallner auf und übergaben ihm 4087 Unterschriften, die für den Erhalt der Kanisfluh gesammelt worden waren. Ein Mahnfeuer auf dem Berg sollte die Dringlichkeit des Anliegens unterstreichen.

Eine von Johannes Rauch beim VN-Stammtisch angekündigte Prüfung ergab schließlich, dass bei der Kanisfluh eigentlich alle im Vorarlberger Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung angeführten Kriterien für eine Unterschutzstellung vorliegen würden. Es folgten Gespräche mit den Gemeinden und ein Verordnungsentwurf. Dann kehrte Ruhe ein. Der Grund dafür war eine Novelle. Zumindest die im Jänner von Rauch gegenüber den VN getätigte Versicherung, die Unterschutzstellung der Kanisfluh werde noch im ersten Halbjahr von der Landesregierung beschlossen, hielt. Der Schnepfauer Gemeindechef sieht die Maßnahme als wichtiges Signal, dass Einsatz und Engagement gewürdigt worden sind.

Quelle Marlies Mohr

 

Sonnenaufgang und Vollmond auf der Kanisfluh (junge Steinböcke)

Früh aufstehen (3:30 Uhr) ist angesagt – aber es lohnt sich! Die Sonnenaufgangs Wanderung (Start um 4:30 Uhr am Parkplatz der Edelweißhütte) auf die Kanisfluh (Bregenzerwald – Au) ist definitiv ein sehr besonderes Erlebnis und ich hatte das Glück, dass die Morgenstimmung und der Sonnenaufgang (5:45 Uhr) einmalig schön waren. Auf der anderen Seite der Kanisfluh ging dann auch noch langsam der Vollmond unter und hat die Szenerie zum unvergesslichen Erlebnis gemacht! Steinböcke sieht man sehr oft auf der Kanisfluh – schon alleine deswegen lohnt sich eine Wanderung auf diesen tollen Aussichtsberg im Bregenzerwald.

Land stellt Kanisfluh unter Schutz

Verordnung über Unterschutzstellung in Begutachtung. „Ziel dieser Verordnung ist, dass auch zukünftige Generationen die Schönheit und Besonderheit der Kanisfluh erleben dürfen.”

Die Vorarlberger Landesregierung hat den Entwurf einer Verordnung zur Unterschutzstellung der Kanisfluh zur Begutachtung versandt. Der Verordnungsentwurf sieht ein Landschaftsschutzgebiet mit Kernzone vor, welche das Ziel hat, die landschaftsbildliche Schönheit und Eigenart des Kanisfluhbergstockes zu erhalten und als naturnahen Erholungsraum zu sichern. „Ziel dieser Verordnung ist sicherzustellen, dass auch zukünftige Generationen die Schönheit und Besonderheit der Kanisfluh selbst entdecken und erleben dürfen“, erklärt Umweltlandesrat Johannes Rauch.

Ziel der Verordnung ist der Erhalt der Kanisfluh

Die Kanisfluh, ein weitgehend isoliert stehendes Bergmassiv im zentralen Bregenzerwaldgebirge zwischen den Orten Mellau und Au, ist sowohl für die Natur durch seine Großraumbiotope und Ursprünglichkeit von großer Bedeutung, als auch für die Menschen als Erholungsort. „Die Kanisfluh gilt als markantester und bekanntester Berg des Bregenzerwaldes. Sagenumworben und identitätsstiftend prägt er Generationen. Der Erhalt der Kanisfluh auch für unsere Kinder und Kindeskinder ist Ziel dieser Verordnung“, so Umweltlandesrat Johannes Rauch.

Schutzgebiet mit Kernzone

Die Verordnung sieht ein Landschaftsschutzgebiet mit Kernzone vor. Durch den vorliegenden Verordnungsentwurf wird die land- und forstwirtschaftliche sowie jagdliche Nutzung in keiner Weise eingeschränkt. Die Kernzone würdigt den Umstand, dass in der Vergangenheit die Kanisfluh als „Edelweißberg“ weithin bekannt war. Das Edelweißpflücken auf der Kanisfluh führte zur ersten Naturschutzverordnung in Vorarlberg. Das Edelweiß wurde so eine der ersten Pflanzen, die in Vorarlberg gesetzlich geschützt wurden. Heute gilt es die Steinbock-Kolonnien und Schmetterlingsfauna zu schützen. Schließlich ist die Kanisfluh nicht zuletzt auch ein Hot Spot der Biodiversität in Vorarlberg.

Der Entwurf liegt bis 26. Juli in den Gemeinden Au, Mellau und Schnepfau zur Einsicht auf.

Quelle

Foto: Friedrich Böhringer – VLK
Beitragsbild: berge.at